Anwendungsszenarien


Marika

Das Szenario Marika (Mobile Assistenzsysteme für Routeninformationen und Krankenakten) wird in der zweiten Projektphase 2007/2008 neu aufgebaut. Es dient der Entlastung mobilen Pflegepersonals im ländlichen Raum durch Unterstützung, Assistenz und Automatisierung der notwendigen Dokumentationen, die durch den Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur ermöglicht wird.

Die beteiligten LFS-Forschungspartner sind:

  • Gruppen von Prof. Heuer (Mobiles Content Management), Prof. Kirste (HCI-MSA), Frau Prof. Düsterhöft (HCI-NatLab), Prof. Bill (CKM-GIS) und Frau Prof. Müller (CKM-WV).
  • Prof. Hoffmann von der Community Medicine der Universität Greifswald

Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit der Firma MediFox, deren System zur Abrechnung von Pflegeleistungen an die Implementierungen des LFS angebunden wird.

Die Unterstützung der Pflegedienste mit mobilen multimedialen Techniken sich soll insbesondere durch einfachste Bedienung der Technik und durch Sensorik, Position und Sprachauswertung gesteuerte Assistenz ergeben. Die Einbettung von IT-Konzepten in bestehende Pflege-Workflows ist insbesondere zur Verbesserung und Optimierung des Pflegedienstes und der Pflegeprozesse gedacht. Insbesondere die Dokumentationsarbeiten stehlen derzeit wertvolle Zeit für Pflegearbeiten, die dem Patienten nicht zur Verfügung stehen.

Folgende technologische Herausforderungen sind bei den beteiligten Komponenten insbesondere zu lösen:

  • Die Sprach-Ein- und Sprach-Ausgabe können nicht wie im Instandhaltungsszenario von den technologischen Rahmenbedingungen her optimiert werden. Die Anbringung von Headsets ist im Allgemeinen im Pflegebereich nicht möglich, das Rauschen durch nicht auf Dokumentationsvorgänge bezogene Dialoge der Pflegekraft mit dem Patienten nicht vermeidbar.
  • Die ortsbezogenen Dienste müssen auch in Gebäuden und innerhalb von Appartmenthäusern zimmergenau funktionieren, ein Roaming zwischen verschiedenen Verfahren muss vollautomatisch erfolgen.
  • Die Auswahl der einzugebenden oder abzurufenden Information soll durch ein intelligentes Assistenzsystem erleichtert werden. So sollen die E-Learning-Module der Firma Anova bereits durch das Assistenzsystem aus dem Situationskontext ausgewählt werden und nicht von der Pflegekraft umständlich in Menüs gesucht werden.
  • Bei Notfällen, Neuaufnahmen und Sondereinsätzen müssen adaptiv Informationen aus der Zentrale nachgeladen werden, die vorhandenen Abrechnungssysteme müssen ebenfalls nahtlos in die Umgebung eingebunden werden. Dies erfordert spezielle Lösungen im Bereich der Content-Replikation.
  • Schließlich müssen die Video-, Audio- und Bilddaten bei der übertragung nicht nur komprimiert, sondern in diesem sensiblen Bereich als Teil der schützenswerten Gesundheitsinformation des Patienten gesichert werden. Dies erfordert eine Adaption der für das Instandhaltungsmanagement bereits eingesetzten Wasserzeichen-Verfahren.