Projektgruppen


Fachinformationsdienste (GIS)

2004/2006

Das Instandhaltungsmanagement unterstützt sowohl die Planung und Verwaltung im Unternehmen als auch den Techniker im Einsatz vor Ort. Aktuelle fachspezifische Daten stehen jederzeit zur Verfügung. Die Anwendung und die Daten werden dynamisch orts- und auftragsspezifisch angepasst und ausgewählt. Bei Bedarf können die Daten zeitnah synchronisiert werden und stehen umgehend für die Weiterverarbeitung zur Verfügung.

Das Teilprojekt CKM-GIS beschäftigte sich diesbezüglich mit der Migration und Bereitstellung der Daten aus den Fachinformationssystemen. Hierbei spielt das Geo-Informationssystem (GIS) bzw. im Bereich von Energieversorgungsunternehmen (EVU) die Ausprägung als Netz-Informationssystem eine zentrale Rolle. Im Netz-Informationssystem ist der Anlagenbestand, zu dem die so genannten Betriebsmittel wie Leitungen, Transformatoren, Schaltkästen etc. gehören, graphisch in Form von Plänen und Karten dokumentiert. Im ERP-System (Enterprise Resource Planning) befinden sich die dazu gehörigen betrieblichen Sachdaten. Bei der Integration mit dem ERP-System zur Auftrags- und Betriebsmittelverwaltung, zur Haltung sowie zur Bereitstellung der Daten über offene Schnittstellen wurden GIS-Werkzeuge verwendet.

Damit die Software den mobilen Anwender entsprechend unterstützen kann, ist beim ortsbezogenen Einsatz des Instandhaltungsmanagements eine automatische Lokalisierung notwendig. Neben GPS-gestützten Verfahren (Global Positioning System), die gerade in bebauten Gebieten sowie in Gebäuden selbst Probleme bereiten, wurden andere Ansätze zur Positionsbestimmung verfolgt. Die Ergebnisse wurden dabei durch Tests und Anwendungen mit WLAN (Wireless Local Area Network) erzielt, welches sich speziell auch innerhalb von Gebäuden als Alternative anbietet.

2007/2008

Aufbauend auf den bisherigen Ergebnissen der Verarbeitung von raumbezogenen Daten im LFS sollen 2007 und 2008 im Wesentlichen zwei Richtungen verfolgt werden:

  • Zum einen sind dies der Aufbau und die Nutzung einer offenen und verteilten Geodateninfrastruktur, wodurch auf Geoinformationen an verschiedenen Stellen (Behörden, Ver- und Entsorgungsunternehmen, Wirtschaft) zugegriffen werden kann. Diese Entwicklungen lehnen sich an gegenwärtige Aktivitäten auf europäischer (INSPIRE), nationaler (GDI) und lokaler Ebene (GDI GeoMV) an. Interessant sind hierbei die neuen Standards des Open Geospatial Consortiums (OGC) zu Web Processing Services und Catalog Services.
  • Zum anderen soll die Entwicklung und Bereitstellung eines erweiterten mobilen GIS-Clients bearbeitet werden, der die offenen Standards, die Darstellung und vor allem die vollständige Vektordatenverarbeitung unterstützt. Dadurch soll die Datenpflege und -fortführung im mobilen Einsatz ermöglicht werden.