Projektgruppen


Hybride Kommunikation (Wireless)

2004/2006

Die ständige Weiterentwicklung drahtloser Kommunikationstechnologien verbessert neben der übertragungsbandbreite auch die Vielfalt an Möglichkeiten zur mobilen Kommunikation. Damit einher geht der Wunsch, an jedem beliebigen Ort ohne Unterbrechung Daten übertragen, Telefongespräche führen und andere netzbasierte Angebote nutzen zu können. Die Voraussetzung dafür ist eine überall unterbrechungsfrei verfügbare, leistungsfähige Netzanbindung. Die Bereitstellung einer solchen transparenten Netzanbindung unabhängig von drahtlosen übertragungsmöglichkeiten im Einzelnen war Ziel des Teilprojektes "Hybride Kommunikation".

Zur Realisierung eines transparenten Netzzuganges für eine mobile Plattform wurden die drei  folgenden Kommunikationssysteme ausgewählt:

  1. Global System for Mobile Communication (GSM) / General Packet Radio Service (GPRS)
  2. Wireless Local Area Network (WLAN)
  3. Universal Mobile Telcommunications System (UMTS)

Der gleichzeitige Betrieb mehrerer Kommunikationsmedien sowie der prinzipielle Wechsel zwischen ihnen sind möglich. Allerdings führt gerade der Wechsel zwischen unterschiedlichen Kommunikationsmedien sowohl zu Unterbrechungen in der Kommunikation als auch zum Abbruch aller bestehenden TCP/IP basierenden Netzwerkverbindungen. Um den mobilen Netzzugang für Applikationen und Anwender transparent zu gestalten, sind solche Unterbrechungen zu vermeiden. Der hier notwendige transparente übergang zwischen Netzen unterschiedlicher Technologien wird als Seamless Handover bezeichnet. Dessen Realisierung stellte den Schwerpunkt dieses Teilprojektes dar.

Weitere Ziele ergeben sich unmittelbar aus den Folgen der Realisierung des oben beschriebenen transparenten und unterbrechungsfreien Netzzugangs. So kann dieser nach unterschiedlichen Punkten optimiert werden. Neben der Verfügbarkeit sind hier übertragungsgeschwindigkeit, -qualität und -robustheit sowie die entstehenden Kosten wesentliche Kriterien. In diese Optimierung wurde der Benutzer auf verschiedenen Ebenen einbezogen werden, z. B. durch Angabe seiner Präferenzen hinsichtlich der benötigten Netzanbindung.

2007/2008

Mit Blick auf die Anforderungen an eine Kommunikationsschnittstelle in zukünftigen mobilen Geräten spielt vor allem die übertragungsgeschwindigkeit eine entscheidende Rolle. Mit der Weiterentwicklung von UMTS, WLAN und Worldwide Interoperability for Microwave Access (WiMAX) werden in diesem Bereich potente Technologien zur Verfügung stehen. Diese lassen sich zur weiteren Steigerung der übertragungskapazität miteinander verbinden. Die Verfügbarkeit mehrerer Kommunikationspfade ermöglicht neben geschickter Lastverteilung und der damit verbundenen Steigerung der Quality of Service auch effektive und gänzlich neue Scrambling- und Verschlüsselungsstrategien zur Erhöhung der Sicherheit der übertragung mit einem Bruchteil des für eine wirksame Verschlüsselung nach herkömmlichen Verfahren notwendigen Rechenaufwandes. Mit der Konzeption und Umsetzung dieser Strategien wird sich die Arbeitsgruppe zukünftig beschäftigen.